Besonders in der warmen Jahreszeit kann das ständige Wechseln zwischen regulären Brillen und Sonnenbrillen lästig sein. Für Menschen, die multifokale Brillen benötigen, ist der Übergang zu Sonnenbrillen nicht so nahtlos, da diese speziell angefertigte Gläser erfordern, was erhebliche Kosten verursachen kann. Für diejenigen, die Kontaktlinsen nicht vertragen oder bevorzugen, könnte eine Augenlaserbehandlung die perfekte Lösung sein. Fortschrittliche Lasermethoden bieten die Möglichkeit, sowohl Kurz- als auch Weitsichtigkeit dauerhaft zu korrigieren.
Anforderungen für eine Laserbehandlung der Augen
Für eine erfolgreiche Laserkorrektur müssen Patienten bestimmte Kriterien erfüllen:
- Ein Mindestalter von 18 Jahren
- Eine stabile Sehschärfe für mindestens die letzten zwölf Monate
- Keine weiteren augenärztlichen Erkrankungen oder Entzündungen
- Die Sehschwäche darf -8 Dioptrien nicht überschreiten
- Eine ausreichende Hornhautdicke von etwa 500 Mikrometern ist erforderlich
Verfügbare Laserbehandlungsmethoden
Eine typische Laseroperation dauert ungefähr 15 Minuten pro Auge und wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, wobei Augentropfen verwendet werden; eine Vollnarkose ist nicht notwendig. Zu den verfügbaren Methoden zählen:
Smile-Methode:
Hierbei wird ein kleines Stück der Hornhaut (Lentikel) entfernt, was dazu führt, dass Licht wieder direkt auf der Netzhaut gebündelt wird. Die Sehkraft verbessert sich unmittelbar nach dem Eingriff und das Auge heilt schnell.
Femto-Lasik-Verfahren:
Bei diesem Verfahren wird zunächst eine dünne Hornhautschicht wie ein Deckel aufgeklappt, gefolgt von einer Laserkorrektur. Anschließend wird die Hornhautschicht zurückgelegt. Dieses Verfahren ist bekannt für seine schnelle Heilung und effektive Ergebnisse, auch leichte Weitsichtigkeit bis zu +3 Dioptrien kann damit korrigiert werden.
Lasek (Oberflächenbehandlung):
Diese Technik eignet sich besonders für Patienten mit dünner Hornhaut. Die oberste Schicht der Hornhaut wird behandelt und zum Schutz während des Heilungsprozesses wird eine Kontaktlinse eingesetzt.
Die geeignetste Methode hängt von der individuellen Beschaffenheit der Hornhaut und der Art der Sehschwäche ab.
Heilungsprozess und mögliche Nebenwirkungen nach dem Eingriff
Nach der Operation können leichte Reizungen wie ein Fremdkörpergefühl, Tränen oder trockene Augen auftreten. Gelegentlich kann ein milchiger Schleier erscheinen, der jedoch nach einigen Tagen verschwindet. Typischerweise verbessert sich die Sehkraft innerhalb der ersten 24 Stunden erheblich.
Unmittelbar nach dem Eingriff sind die Augen sehr empfindlich, deshalb wird das Tragen einer Sonnenbrille tagsüber und einer Schutzbrille gegen Staub in der Nacht empfohlen. Eine vorübergehend verminderte Tränenproduktion ist normal und stabilisiert sich, sobald die Nervenfasern sich regenerieren.
Potenzielle Risiken
Obwohl die Sicherheitsstandards hoch sind, gibt es bei jedem medizinischen Eingriff inhärente Risiken. Manche Patienten können temporär milchige Schleier, Lichtempfindlichkeit oder Probleme beim nächtlichen Fahren erleben. Bei solchen Problemen ist eine zuverlässige Nachsorge unerlässlich, weshalb es empfehlenswert ist, die Operation lokal durchführen zu lassen, um eine gründliche Nachbetreuung sicherzustellen.
Kostenübernahme
Die gesetzlichen Krankenkassen decken die Kosten einer Laseroperation normalerweise nicht ab. Die Preise variieren je nach Verfahren zwischen 800 und 2.800 Euro pro Auge, wobei es ratsam ist, einen Pauschalpreis zu vereinbaren, der alle wichtigen Vor- und Nachuntersuchungen einschließt.
Alternativen zur Laserbehandlung
Falls eine Laseroperation nicht in Frage kommt, etwa bei zu starker Sehschwäche oder zu dünner Hornhaut, stellt die Implantation einer künstlichen Linse eine praktikable Alternative dar. Diese Methode bietet eine dauerhafte Lösung für klare Sicht.
Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin in unserer Klinik. Wir freuen uns auf Sie.
