Skip to content

Premiumlinsen

Klarheit für Ihr Auge

Premiumlinsen bei Grauem Star: Welche Kunstlinse passt zu Ihren Augen?

Innovative Implantate verbinden fortschrittliche Technik mit individueller Anpassung – für ein Seherlebnis der Extraklasse.

Bei einer Operation des Grauen Stars wird die eingetrübte natürliche Augenlinse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Diese sogenannte Intraokularlinse – kurz IOL – bleibt dauerhaft im Auge.

Eine Standardlinse ermöglicht in der Regel scharfes Sehen in einer zuvor festgelegten Entfernung, meist in der Ferne. Premiumlinsen beziehungsweise Intraokularlinsen mit Zusatzfunktionen können darüber hinaus beispielsweise eine Hornhautverkrümmung ausgleichen oder den Sehbereich für mittlere Entfernungen und die Nähe erweitern.

Welche Linse für Sie geeignet ist, hängt nicht allein von Ihrer Brillenstärke ab. Ebenso wichtig sind die Gesundheit Ihrer Augen, die Beschaffenheit Ihrer Hornhaut, Ihre Sehgewohnheiten und Ihre persönlichen Erwartungen.

Unser Ziel bei DOmed: Gemeinsam mit Ihnen wählen wir die Linse, die medizinisch zu Ihren Augen und praktisch zu Ihrem Alltag passt.

Lassen Sie uns gemeinsam die beste Lösung für Ihre Augen finden

Professionelles Portrait des Augenarzt Dr. med. Ben Asani

„Die beste Lösung für Ihre Augen – nicht nur eine Methode”

Dr. med. Ben Asani, Leitender Arzt

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Intraokularlinse?

Eine Intraokularlinse ist eine sehr kleine künstliche Linse, die bei der Kataraktoperation oder beim refraktiven Linsenaustausch an die Stelle der natürlichen Augenlinse gesetzt wird. Sie übernimmt anschließend dauerhaft deren optische Funktion.

Vor dem Eingriff vermessen wir Ihre Augen präzise. Aus diesen Messwerten berechnen wir die benötigte Linsenstärke. Dabei legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, in welcher Entfernung Sie nach der Operation möglichst gut ohne Brille sehen möchten.

Wichtig zu wissen: Auch mit einer sorgfältig berechneten Premiumlinse kann eine leichte Restfehlsichtigkeit verbleiben. Eine vollständige Brillenfreiheit kann deshalb nicht garantiert werden.

Standardlinse oder Premiumlinse – wo liegt der Unterschied?

Monofokale Standardlinse

Eine Monofokallinse besitzt einen Brennpunkt. Meist wird sie für scharfes Sehen in der Ferne berechnet. Für das Lesen und andere Tätigkeiten in der Nähe wird anschließend in der Regel eine Brille benötigt.

Alternativ kann das Auge auf die Nähe eingestellt werden. Dann ist für die Ferne eine Brille erforderlich.

Geeignet für Patienten, die:

  • eine bewährte und kontrastreiche Abbildung wünschen,
  • eine Brille für bestimmte Entfernungen akzeptieren,
  • möglichst wenige optisch bedingte Lichtphänomene wünschen.

 

Intraokularlinsen mit Zusatzfunktionen

Diese Linsen können – abhängig vom jeweiligen Modell – zusätzliche Sehbereiche abdecken, eine Hornhautverkrümmung korrigieren oder bestimmte Abbildungsfehler reduzieren. Ziel ist eine höhere Brillenunabhängigkeit oder eine bessere auf die Augen abgestimmte Abbildungsqualität.

Welche Vorteile tatsächlich erreichbar sind, muss immer individuell beurteilt werden.

Welche Arten von Premiumlinsen gibt es?

Multifokal- und Trifokallinsen

Multifokale Kunstlinsen verteilen das einfallende Licht auf mehrere Sehbereiche. Moderne Trifokallinsen unterstützen drei für den Alltag wichtige Distanzen:

  • Ferne: beispielsweise Autofahren, Fernsehen oder Landschaften
  • Zwischenbereich: beispielsweise Computer, Tablet, Kochen oder Armaturenbrett
  • Nähe: beispielsweise Lesen oder Smartphone

Damit können viele Patienten bei zahlreichen Tätigkeiten unabhängiger von einer Brille werden. Ob vollständig auf eine Brille verzichtet werden kann, lässt sich jedoch nicht garantieren.

 

Klassische Multifokallinsen (MIOL) oder Mehrstärkenlinsen mit torischer Oberfläche zur Korrektur einer zusätzlichen Hornhautverkrümmung

Multifokale Intraokularlinse (mIOL)​

Before After Seheindruck beim Autofahren mit Monofokaler LinseSeheindruck beim Autofahren mit Multifokaler Linse

Der Slider vergleicht den Seheindruck zwischen Monofokallinse und Multifokallinse. Mit Multifokallinsen ist das Sehen in der Ferne scharf, Amaturen und Navigationssytem sind nur unscharf erkennbar. Es handelt sich bei den gezeigten Bildern nur um Referenzbilder zur Veranschaulichung.

Mögliche Vorteile:

  • breiter Sehbereich von der Nähe bis in die Ferne,
  • hohe Chance auf weniger Brillenabhängigkeit,
  • komfortables Sehen bei vielen Alltagstätigkeiten.

Mögliche Einschränkungen:

  • Lichthöfe um Lichtquellen, sogenannte Halos,
  • Blendempfindlichkeit,
  • sternförmige Lichtstrahlen, sogenannte Starbursts,
  • reduziertes Kontrastsehen, insbesondere bei ungünstigen Lichtverhältnissen,
  • eine gewisse Eingewöhnungszeit des Gehirns.

Solche Lichtphänomene werden im Laufe der Eingewöhnung häufig weniger störend wahrgenommen, können aber bestehen bleiben. Deshalb besprechen wir vor der Operation ausführlich, ob eine multifokale oder trifokale Linse zu Ihren Sehansprüchen passt.

Neu bei DOmed: Clareon® PanOptix® Pro von Alcon

DOmed implantiert jetzt auch die neue Clareon® PanOptix® Pro Trifokallinse von Alcon. Sie wurde für Patienten entwickelt, die nach der Kataraktoperation über einen möglichst breiten Entfernungsbereich weniger auf eine Brille angewiesen sein möchten.

Die PanOptix Pro unterstützt das Sehen:

  • in der Ferne, beispielsweise beim Autofahren oder Fernsehen,
  • im Zwischenbereich, beispielsweise am Computer oder beim Kochen,
  • in der Nähe, beispielsweise beim Lesen oder bei der Nutzung des Smartphones.

Das weiterentwickelte optische Design mit ENLIGHTEN® NXT Technologie soll das einfallende Licht besonders effizient nutzen. Nach Angaben von Alcon erreicht die Linse in Labor- und Simulationsuntersuchungen eine Lichtnutzung von 94 Prozent. Gegenüber anderen Trifokallinsen soll dadurch das Streulicht von 12 auf 6 Prozent reduziert werden. Diese Angaben beruhen auf optischen Prüfstand- und Simulationsdaten und sind nicht mit einer Garantie für das individuelle Sehergebnis gleichzusetzen. Alcon beschreibt die technischen Daten der PanOptix Pro hier.

EDOF Linsen - Einstärkengleitsichtlinsen

EDOF (enhanced depth of focus) Linsen ermöglichen ein scharfes Sehen auf verschiedene Distanzen durch die Erweiterung der Tiefenschärfe.

Herkömmliche Multifokallinsen weisen unterschiedliche Brechkraftzonen auf, die jeweils das Sehen im Nah- oder Fernbereich ermöglichen. Das einfallende Licht wird dabei in verschiedene Brennpunkte aufgeteilt.

Das Gehirn wählt daraus die für die gewünschte Situation passende Abbildung auf der Netzhaut aus.

EDOF Linsen ermöglichen hingegen mit nur einer Abbildung ein Leben ohne Brille.

Dieser Linsentyp vereinigt zwei Technologien:

Das Optikdesign ermöglicht in verschiedenen Stufen eine Vergrößerung der Tiefenschärfe. Gleichzeitig erhöht sich das Kontrastsehen durch die Korrektur der Lichtstrahlen unterschiedlicher Wellenlängen.

Intraokularlinse (IOL) mit haptischen Elementen für Kataraktchirurgie.

Edof-Linse

Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung

Eine Hornhautverkrümmung – medizinisch Astigmatismus – kann dazu führen, dass das Bild trotz richtig gewählter sphärischer Linsenstärke unscharf bleibt. Eine torische Kunstlinse besitzt eine zusätzliche Zylinderkorrektur und kann die Hornhautverkrümmung während der Kataraktoperation ausgleichen.

„Torisch“ beschreibt dabei keine eigene Sehentfernung. Die Eigenschaft kann je nach Modell kombiniert werden mit:

  • einer Monofokallinse,
  • einer erweiterten Monofokallinse,
  • einer EDOF-Linse,
  • einer multifokalen oder trifokalen Linse.

Ob eine torische Linse sinnvoll ist, hängt von Art, Stärke und Regelmäßigkeit der Hornhautverkrümmung ab. Dafür vermessen wir Form und Brechkraft der Hornhaut besonders genau.

Gelb getönte Intraokularlinse (IOL) mit haptischen Elementen für Kataraktchirurgie.

Torische Linsen

Asphärische Oberflächen

Die natürliche Hornhaut und die optischen Medien des Auges können Abbildungsfehler verursachen. Asphärische Kunstlinsen sind so geformt, dass bestimmte sphärische Abbildungsfehler reduziert werden können.

Das kann insbesondere dem Kontrastsehen zugutekommen. Viele moderne Standard- und Premiumlinsen besitzen bereits ein asphärisches Design. „Asphärisch“ ist daher eher ein Qualitätsmerkmal der Optik als eine eigenständige Kategorie für die Sehentfernung.

Before After sphaerische Linse auf Schachbrett-Musterassphaerische Linse auf Schachbrett-Muster

Vergleich zwischen sphärischer und asphärischer Linse

Wann sind Premiumlinsen für mich geeignet bzw. nicht geeignet?

Premium-IOL können bei folgenden Indikationen zum Einsatz kommen:

  • Patienten ab dem 45. bis 50. Lebensjahr, wenn die Altersweitsichtigkeit eingetreten ist oder unmittelbar bevorsteht
  • Patienten, die aufgrund starker Fehlsichtigkeit nicht mittels LASIK behandelt werden können
  • Patienten mit grauem Star (Katarakt), die eine Kunstlinse bekommen müssen

Nicht geeignet für einen refraktiven Linsenaustausch sind:

  • Patienten mit chronisch fortschreitenden Augenerkrankungen (z. B. grüner Star, Makuladegeneration, Netzhauterkrankungen)
  • Patienten, die jünger als 18 Jahre sind

Auch die Anatomie des Auges oder eine zu starke Hornhautverkrümmung können ein Ausschlusskriterium sein. Eine gründliche Voruntersuchung ist wichtig für eine erfolgreiche Operation und ein optimales Sehvermögen im Anschluss.

Wie finden wir die richtige Linse für Sie?

Vor der Operation untersuchen und vermessen wir unter anderem:

  • die Länge und Brechkraft des Auges,
  • Form und Krümmung der Hornhaut,
  • Stärke und Regelmäßigkeit einer Hornhautverkrümmung,
  • Tränenfilm und Augenoberfläche,
  • Pupillengröße,
  • Netzhaut und Makula,
  • Sehnerv und Augeninnendruck,
  • gegebenenfalls höhergradige optische Abbildungsfehler.

Ebenso wichtig ist das persönliche Beratungsgespräch. Dabei möchten wir beispielsweise wissen:

  • Wie häufig fahren Sie bei Dunkelheit Auto?
  • Arbeiten Sie viel am Computer?
  • In welcher Entfernung lesen Sie?
  • Wie wichtig ist Ihnen die Brillenunabhängigkeit?
  • Wie empfindlich reagieren Sie auf Blendung?
  • Welche Entfernung hat in Beruf und Freizeit Priorität?

Aus diesen Informationen entsteht ein individuelles Sehkonzept.

Kosten und Erstattung

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei medizinisch erforderlicher Kataraktoperation grundsätzlich die Versorgung mit einer Standardlinse. Entscheiden Sie sich für eine Linse mit Zusatzfunktionen, können zusätzliche Kosten entstehen.

DOmed kann Premiumlinsen im Rahmen einer Zuzahlungsvereinbarung anbieten. Welche Kosten in Ihrem individuellen Fall entstehen und welche Leistungen übernommen werden, erläutern wir Ihnen vor der Operation transparent.

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten abhängig vom jeweiligen Tarif. Wir empfehlen, den Kostenvoranschlag vorab bei Ihrer Versicherung einzureichen.

Sehen Sie den Unterschied – erleben Sie modernste Augenheilkunde.

Ein professionelles Foto von Dr. Minir Asani.
Ein professionelles Porträtfoto eines lächelnden, glatzköpfigen Mannes in einem dunklen Anzug mit weißem Hemd vor schwarzem Hintergrund.

„Ihr Sehvermögen in professionellen Händen – mit Präzision, Innovation und einem offenen Ohr für Ihre Anliegen.”

Dr. Asani, Chirurgischer Leiter